Informationen zur Palliativen Pflege

 

Behandlungspflege nach SGB V (Krankenkassen)

elysion bietet seinen Klienten eine ganzheitliche Pflege und arbeitet dabei eng mit ihren Ärzten zusammen. Die bundesweit einmalige digitale Klientenakte von elysion erleichtert diese Zusammenarbeit erheblich. Gegenstand der Kooperation mit den Ärzten ist insbesondere auch die Erarbeitung, Einleitung und Durchführung einer individuellen Schmerztherapie.

Durch modernstes Schmerzmanagement (nach WHO Standards) werden solche Therapien laufend überwacht. Ziel ist eine stets an den Krankheitsverlauf angepasste Therapie, ohne den Klienten überzudosieren.

 

 

Leistungsbeschreibung

1

Absaugen

Absaugen der oberen Luftwege bei hochgradiger Einschränkung der Fähigkeit zum Abhusten/der bronchialen Selbstreinigungsmechanismen, z.B. bei schwerer Emphysembronchitis, Aids, Mukoviszidose, beatmeten Patienten;

Bronchialtoilette (Bronchiallavage) therapeutische Spülung der Bronchien bei intubierten/tracheostomierten Patienten, z.B. mit physiologischer Kochsalzlösung, ggf. unter Zusatz von Sekretolytika.

 

2

Anleitung bei der Behandlungspflege in der Häuslichkeit

Beratung und Kontrolle des Patienten, Angehöriger oder anderer Personen in der Häuslichkeit bei initialer Unfähigkeit zur Durchführung der Maßnahme und vorhandenem Lernpotenzial (z.B. Blutzuckerkontrolle).

 

3

Bedienung und Überwachung des Beatmungsgerätes

Anpassung und Überprüfung der Einstellungen des Beatmungsgerätes an Vitalparameter (z.B. Atemgase, Herzfrequenz, Blutdruck) auf Anordnung des Arztes bei beatmungspflichtigen Erkrankungen, z.B. hohe Querschnittslähmung, Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma; Überprüfung der Funktionen des Beatmungsgerätes und Funktionsüberprüfung, Austausch bestimmter Teile des Gerätes (z.B. Beatmungsschläuche, Kaskaden, O2-Zellen).

 

4

Blasenspülung

Einbringen einer Lösung unter sterilen Kautelen mittels Blasenspritze oder Spülsystem durch einen Dauerkatheter in die Harnblase, Beurteilen der Spülflüssigkeit.

 

5

Blutdruckmessung

Bei Erst- und Neueinstellung eines Hypertonus (>160 mmHg systolisch und/oder > 95 mmHg diastolisch).

 

6

Blutzuckermessung

Ermittlung und Bewertung des Blutzuckergehalts kapilaren Blutes mittels Testgerät (z.B. Glucometer)

  • bei Erst- und Neueinstellung eines Diabetes (insulin- oder tablettenpflichtig)
  • bei Fortsetzung der sog. Intensivierten Insulintherapie

 

7

Dekubitusbehandlung

Verordnungsvoraussetzungen:

  • mindestens oberflächlicher Hautdefekt, evtl. Blasenbildung;
  • Versorgung durch Wundreinigung/Wundverbände (z.B. Feuchtverband, Hydrokolloidverband, Hydrogelverband)
  • wirksame Druckentlastung

 

8

Überprüfen von Drainagen

Überprüfen von Lage, Sekretfluss sowie von Laschen, Wechseln des Sekretbehälters.

 

9

Einlauf / Klysma / digitale Enddarmausräumung

Bei Obstipation, die nicht anders zu behandeln ist.

 

10

Flüssigkeitsbilanzierung

Messung der Ein- und Ausfuhr von Flüssigkeiten mit kalibrierten Gefäßen, ggf. incl. Gewichtskontrolle, ggf. incl. Messung von Bein- und Bauchumfang zur Kontrolle des Flüssigkeitshaushalts bei dessen beginnender Dekompensation.

 

11

Infusionen

Wechseln und erneutes Anhängen der ärztlich verordneten Infusion zur Flüssigkeitssubstitution oder parenteralen Ernährung, Kontrolle der Laufgeschwindigkeit (ggf. per Infusionsgerät) und der Füllmenge, Durchspülen des Zugangs nach erfolgter Infusionsgabe, Verschluss des Zugangs.

 

12

Inhalation

Anwendung von ärztlich verordneten Medikamenten, die mittels verordneter Inhalationshilfen (gemäß Hilfsmittelverzeichnis, Produktgruppe 3) in feinste Tröpfchen zerstäubt (vernebelt) und über die Atemwege inhaliert werden.

 

13

Injektionen

  • intravenös
  • intramuskulär
  • Aufziehen, Dosieren und Einbringen von ärztlich verordneten Medikamenten
    subkutan
  • Aufziehen, Dosieren und Einbringen von ärztlich verordneten Medikamenten

 

14

Richten von Injektionen

Richten von Injektionen zur Selbstapplikation.

 

15

Instillation

Tropfenweises Einbringen von ärztlich verordneten flüssigen Medikamenten in den Organismus (Hohlorgane, Körperhöhlen, Körperöffnungen).

 

16

Auflegen von Kälteträgern

Bei akuten posttraumatischen Zuständen, akuten entzündlichen Gelenkerkrankungen, postoperativen Zuständen.

 

17

Versorgung eines suprapubischen Katheters

Verbandswechsel der Katheteraustrittsstelle einschließlich Pflasterverband und einschließlich Reinigung des Katheters, Desinfektion der Wunde, ggf. Wundversorgung und Anwendung ärztlich verordneter Medikamente.

 

18

Katheterisierung der Harnblase

Einlegen, Entfernen oder Wechseln eines transurethralen Dauerkatheters in die Harnblase zur Ableitung des Urins.

 

19

Spezielle Krankenbeobachtung

Kontinuierliche Dokumentation der Vitalfunktionen wie: Puls, Blutdruck, Temperatur, Haut, Schleimhaut über mindestens 24 Std. – in begründeten Fällen auch weniger – mit dem Ziel festzustellen, ob die ärztliche Behandlung zu Hause sichergestellt werden kann oder ob Krankenhausbehandlung erforderlich ist, einschließlich aller in diesem Zeitraum anfallenden pflegerischen Maßnahmen.

 

20

Legen und Wechseln von Magensonden

Legen und Wechseln einer Verweilsonde durch die Nase/den Mund zur Ableitung des Magensaftes oder zur Sicherstellung der enteralen Ernährung, wenn die normale Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist.

 

21

Medikamentengabe (außer Injektionen, Infusionen, Instillationen, Inhalationen)

Richten von ärztlich verordneten Medikamenten, wie z.B. Tabletten, für vom Arzt bestimmte Zeiträume.

  • Verabreichen von ärztlich verordneten Medikamenten (z.B. Tabletten, Augen-, Ohren- und Nasentropfen, Salben, Tinkturen, Lösungen, Aerolsole, Suppositorien) für vom Arzt bestimmte Zeiträume
    • über den Magen-Darmtrakt (auch über Magensonde)
    • über die Atemwege
    • über die Haut und Schleimhaut
    • als Einreibung bei akuten posttraumatischen Zuständen, akuten entzündlichen Gelenkerkrankungen, akuten wirbelsäulenbedingten Symptomen, akuten dermatologischen Erkrankungen
  • als Bad zur Behandlung von Hautkrankheiten mit ärztlich verordneten medizinischen Zusätzen zur Linderung oder Heilung bei dermatologischen Krankheitsbildern und die ggf. erforderliche Nachbehandlung (z.B. Einreibung mit ärztlich verordneten Salben) – zur Behandlung des Mundes, lokale Behandlung der Mundhöhle und der Lippen mit ärztlich verordneten Medikamenten
  • zur Behandlung des Augen, insbesondere bei Infektionen, Verletzungen, postoperativen Zuständen, Glaukom

 

22

Versorgung bei perkutaner endoskopischer Gastrostomie (PEG)

Wechsel der Schutzauflage bei PEG, Kontrolle der Fixierung, einschließlich Reinigung der Sonde, Desinfektion der Wunde, ggf. Wundversorgung und Anwendung ärztlich verordneter Medikamente.

 

23

Stomabehandlung

Desinfektion der Wunde, Wundversorgung, Behandlung mit ärztlich verordneten Medikamenten, Verbandwechsel und Pflege von künstlich geschaffenen Ausgängen (z.B. Urostoma, Anus praeter) bei akuten entzündlichen Veränderungen mit Läsionen der Haut.

 

24

Wechsel und Pflege der Trachealkanüle

Herausnahme der liegenden Trachealkanüle, Reinigung und Pflege, ggf. Behandlung des Stomas, Einsetzen und Fixieren der neuen Trachealkanüle, Reinigung der entnommenen Trachealkanüle.

 

25

Pflege des zentralen Venenkatheters

Verbandwechsel der Punktionsstelle grundsätzlich mit Transparentverband, Verbandwechsel des zentralen Venenkatheters, Beurteilung der Einstichstelle (einschließlich i.v. Port-a-cath).

 

26

Verbände

Anlegen und Wechseln von Wundverbänden: Anlegen, Wechseln von Verbänden, Wundheilungskontrolle, Desinfektion und Reinigung (auch Wundreinigungsbad), Spülen von Wundfisteln, Versorgung von Wunden unter aseptischen Bedingungen.