19.04.10 | Umsetzung der SAPV-Richtlinie verläuft schleppend
Alexander Brodt-Zabka vom Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kritisierte die schleppende Umsetzung der Richtlinie aus dem Jahr 2007, das den Anspruch auf eine "Spezialisierte Allgemeine Ambulante Palliativversorgung" (SAPV) vorsieht. Nach den Plänen des Gesetzgebers hätte bereits ab 2010 eine flächendeckende Infrastruktur für die ambulante Palliativversorgung von jährlich 80.000 Patienten bestehen sollen. Viel zu wenige Patienten könnten die vom Gesetzgeber vorgesehenen Leistungen jedoch bisher in Anspruch nehmen. Pfarrer Brotd-Zabka sieht die Krankenkassen deshalb jetzt in der Pflicht, entsprechende Verträge zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben abzuschließen.
Am 6. und 7. Mai findet in Bremen die Kongressmesse “Leben und Tod” statt, bei der die “Spezialistierte ambulante Palliativversorgung” (SAPV) ein zentrales Thema sein wird. Die Messe richtet sich sowohl an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Hospiz- und Altenpflege als auch an pflegende Angehörige und Interessierte. In verschiedenen Vorträgen und auf der begleitenden Messe können sich die Besucher zu Themen der Vorsorge, Pflege, Begleitung und Trauerbewältigung informieren und austauschen.
Weiterführende Informationen zum Fachkongress finden Sie auch in unseren Veranstaltungsankündigungen. Quelle: Evangelischer Pressedienst, „Ambulante Palliativversorgung: Diakonie kritisiert schleppende Umsetzung“.


