19.11.09 | Stellungnahme zum bestätigten Betrugsfall
Zu dem mittlerweile bestätigten Betrugsfall eines ehemaligen Mitarbeiters bezieht die Geschäftsführung der elysion Palliative Pflege GmbH wie folgt Stellung:
Meine Mitarbeiter und ich sind schockiert und enttäuscht über den aufgedeckten Betrugsfall und das kriminelle Vorgehen unseres ehemaligen Kollegen. Aus juristischen Gründen des Persönlichkeitsschutzes dürfen wir an dieser Stelle seinen Namen nicht nennen. Ein externer Hinweis, der uns in der Nacht zum Montag, den 16.11.2009, per E-Mail erreichte, hat uns auf den potenziellen Betrugsfall aufmerksam gemacht. Dem anonymen Hinweisgeber danken wir hierfür.
Nachdem sich bei der umfassenden Überprüfung am Montag, den 16.11.2009, bestätigt hat, dass die Urkunden und Zeugnisse des bereits fristlos entlassenen Mitarbeiters gefälscht sind, ist die elysion Palliative Pflege GmbH umgehend mit der Polizei und den zuständigen – auch internationalen – Behörden in Kontakt getreten. Unser gemeinsames Bestreben ist es, den Fall schnellstmöglich vollumfänglich aufzuklären und ihn für möglicherweise entstandenen Schaden zur Verantwortung zu ziehen. Nach den sofort eingeleiteten Ermittlungen wurden zudem alle erforderlichen juristischen Schritte eingeleitet.
Er wird beschuldigt, mit gefälschten Beglaubigungen internationaler Ausbildungsnachweise das Arbeitsverhältnis bei der elysion Palliative Pflege GmbH eingegangen zu sein. Bei der elysion Palliative Pflege GmbH war er für zweieinhalb Monate – vom 01.09.2009 bis zum 18.11.2009 – als Gesundheits- und Krankenpfleger beschäftigt. In dieser Funktion hat er Klienten des Unternehmens versorgt. Zeitgleich war er für weitere Pflegeunternehmen tätig. Aus Sicht der elysion Palliative Pflege GmbH ist der Fall in jeder Hinsicht tragisch, da es bis zu dieser Aufdeckung zu keinem Zeitpunkt Anlass gegeben hat, an seiner Qualifikation und Professionalität zu zweifeln.
Als Pflegeunternehmen mit der Spezialisierung auf Palliative Pflege ist die gründliche und sorgfältige Auswahl unserer Mitarbeiter seit jeher eine zentrale Aufgabe. Diese absichtliche Täuschung veranlasst uns, unser mehrstufiges Einstellungsverfahren noch weiter zu schärfen. Dies schließt die noch genauere Prüfung selbst beglaubigter Unterlagen ein. Zugleich bleibt die Erkenntnis, dass auch höchste Wachsamkeit und umfassende Prüfungen ein solches Ausmaß an krimineller Energie und den Einfallsreichtum Einzelner zwar minimieren, aber nicht ausschließen können.
Die aus diesem Vorfall entstandene Verunsicherung für die Klienten und Mitarbeiter bedauere ich sehr. Nochmals möchte ich betonen, dass wir alles in unserer Kraft Liegende tun werden, um zu der fortlaufenden Ermittlung und Aufklärung umfassend beizutragen.
Berlin, den 19. November 2009
Sven Francke
Geschäftsführer
Eine pdf-Version der Stellungnahme können sie hier abrufen.


