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03.03.10 | Familienministerin Schröder fordert Rechtsanspruch auf „Pflegezeit“

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) fordert die Einführung des Rechtsanspruchs auf eine Familien-Pflegezeit. Diese soll es allen Arbeitnehmern ermöglichen, zwei Jahre lang halbtags zu arbeiten und trotzdem 75% des Gehalts zu erhalten. Nach Ablauf der Pflegezeit müsse der Arbeitnehmer seine Tätigkeit wieder vollständig aufnehmen, bekäme jedoch solange nur drei Viertel des Gehalts ausgezahlt, bis das Zeit- und Gehaltskonto ausgeglichen sind. Der Anspruch auf Familien-Pflegezeit soll nach Schröders Vorstellungen unabhängig vom Alter und dem Verwandtschaftsgrad der pflegebedürftigen Person gelten. Dies belaste den Steuerzahler kaum zusätzlich, denn die „Pflege zu Hause kostet weniger als im Heim – abgesehen davon, dass sie dem Wunsch der Menschen entspricht“, so Schröder.

Der Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, begrüßte Schröders Vorschlag, betonte aber, dass familiäres Engagement professionelle Pflege nicht ersetzen könne. Er fordert daher „umfassende“ Konzepte zur Entlastung der Angehörigen.

Quelle: Spiegel online: Schröder fordert Recht auf zwei Jahre Pflegezeit, 03.03.2010.