29.10.09 | EKD-Vorsitzende Margot Käßmann im Interview mit dem Deutschlandfunk
Margot Käßmann ist die erste Frau, die den Vorsitz der Evangelischen Kirche innehat. Im Interview mit dem Deutschlandfunk spricht sie über ihre Ziele für die Evangelische Kirche und äußert in diesem Zusammenhang auch ihre Meinung zum selbstbestimmten Tod.
Auf Ihre Einstellung zum Thema Sterbehilfe angesprochen, äußert Käßmann: „Ich finde schon, wir müssen diesen Wunsch hören nach einem selbstbestimmten Tod. Ich bin gegen aktive Sterbehilfe, das will ich ganz klar sagen, aber noch einmal fragen, wie wir Menschen besser ermutigen können, ihren eigenen Tod zu bedenken, und dass Patientenverfügungen jetzt mit dem neuen Recht auch wahrgenommen werden. Ich finde, wir sollten das nicht so scharf ablehnen als Evangelische Kirche.“
Käßmann betont weiter, dass Sie „für das Leben“ einstehe, sagt aber auch: „Menschen zu begleiten auf ihrem Weg ins Sterben, passive Sterbehilfe zu leisten, zu wissen, dass Palliativmedizin, also schmerzlindernde Medizin sehr oft auch dazu führen kann, dass der Tod vorzeitig eintritt, wenn es auf das Sterben schon zugeht, ich finde, wir müssen respektieren, dass Menschen das für sich selbst entscheiden wollen.“
Das vollständige Interview lässt sich auf der Seite des Deutschlandfunk abrufen (Stand: 29.10.09).


