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24.07.10 | Bundesministerin Schröder setzt sich für Pflegezeit ein

Laut Angaben von Spiegel online möchte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) bis Ende dieses Jahres das Modell der Familienpflegezeit, welches sie im März 2010 vorgestellt hat, einführen. Berufstätige, die Angehörige pflegen, könnten dann Arbeitszeitkonten nutzen.

Für ein Pflegegeld ähnlich dem Elterngeld sehe sie derzeit jedoch angesichts der finanziellen Engpässe keinen Spielraum. „Natürlich würde ich gern ein Pflegegeld analog zum Elterngeld einführen. Aber in Zeiten knapper Kassen können wir nicht jedes Problem mit mehr Geld lösen“, so die Bundesministerin laut Spiegel online.

Schröders Modell sieht vor, dass Arbeitnehmer ihre Angehörigen bei halber Arbeitszeit pflegen können und dabei drei Viertel ihres Gehalts beziehen. Später sollen die Arbeitnehmer dann wieder voll arbeiten, bekämen aber für einen ebenso langen Zeitraum weiterhin nur drei Viertel des Gehalts. Derzeit ist es schon möglich, sich für sechs Monate unbezahlt für eine Pflegezeit freistellen zu lassen.

Von Sozialverbänden sowie aus der Wirtschaft und der Opposition gibt es Kritik an Schröders Vorstoß. Für die Pflege- und Sozialverbände sind Lohnverzichte während der Pflegezeit nicht akzeptabel. Aus der Wirtschaft kam der Einwand, das Schröder-Modell sei zu kompliziert und zu teuer für die Arbeitgeber.

Lesen Sie mehr zum Thema hier. (Spiegel Online vom 24.07.2010)

 

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